Hier finden Sie alle aktuellen Informationen und Veranstaltungen rund um die Lernwerkstatt Frieden.

Veranstaltungen und Neuigkeiten


Samstag, den 11. Februar 2023 um 16:00 Uhr

Gitarrenkonzert mit Lesung: „Saitensprung ins Wochenende“


Sonntag, den 14. Mai 2023 um 15:00 Uhr – Lesung mit Heidi Fischer & Tini Carl

Heidi Fischer mit Kurzgeschichten zum Thema „Frieden bauen“
Musikalische Begleitung: Tini Carl (Harfe)

Archiv

Sonntag, 29.01.2023 – 15:00 Uhr – Gemeinsame Lesung der Schreibsand Autoren:

Andreas Pietsch – Werner Karl – Nicole Eick

Zeichen der Verbundenheit und Zusammenarbeit03. Dez. 2022
Lektüre aus Coburg für die Pfalz und die Toskana: Ein Zeichen der Verbundenheit
und Zusammenarbeit zwischen der Initiative Stadtmuseum Coburg und dem
Friedensmuseum Meeder haben jetzt Kirsten Gensinger (rechts) vom
Friedensmuseum und Rupert Appeltshauser von der Initiative Stadtmuseum
gesetzt. Appeltshauser überreichte der gebürtigen Rheinland-Pfälzerin,
langjährigen Coburgerin und vor vier Jahren in ihre Heimat Ramstein-Miesenbach
zurückgekehrten, engagierten Friedensaktivistin einen Katalog der Ausstellung
„Coburg zur Unzeit“ über die Anfänge und Erfolge des Nationalsozialismus in der
Vestestadt, die die Initiative Stadtmuseum vor einigen Jahren präsentiert hatte.
Kirsten Gensinger hatte in ihre Heimat und bei Freunden in der Toskana von dieser
wichtigen Aktion erzählt und damit großes Interesse geweckt – als Beispiel für
ähnliche Projekte an anderen Orten.                    Foto: Henning Schuster

All der Glanz der Christbäume, leuchtet er nicht aus unseren Kindheitstagen herüber, wie aus einem verlorenen Paradies und suchen wir ihn nicht Jahr für Jahr aufs Neue? Was wäre das Weihnachtsfest ohne den Christbaum?
Von grünen und blühenden Zweigen bis zum Christbaum …
weiß die Rödentaler Autorin Anneliese Hübner (zuletzt: Von Martinsgänsen, Weihnachtsbäumen und Heiligen Nächten, 2019) die Kulturgeschichte des Weihnachtsbaums zu erzählen, die im 16. Jahrhundert im waldreichen Oberrheingebiet und im elsässischen Schlettstadt ihren Ausgang genommen hat.
Ein Vortrag über den Christbaum im Coburger Land und seine Verbreitung durch das Haus Sachsen-Coburg, als Albert, wie es bald nach der Verheiratung Königin Victorias von Großbritannien und Irland (reg. 1837-1901) mit ihrem Cousin Prinz Albert von Sachsen-Coburg und Gotha im Jahr 1840 zu lesen war, den „deutschen“ Weihnachtsbaum nach England gebracht habe.
Wie war es aber wirklich, als der Christbaum zum weltweiten Symbol des Weihnachtsfestes wurde? Eine informative und literarische Spurensuche.

18. bis 21.11.2022Besuch von Jean-Loup Gassend in Coburg und Meeder

Gemeinsam für den Frieden: (von rechts) Robert Fischer (Bezirksgeschäftsführer Deutsche Kriegsgräberfürsorge),
Elfi Strobel, Peter Strobel und Enkel Jakob Strobel freuen sich über den Besuch von
Dr. Jean-Loup Gassend und seiner Freundin Helena im Friedensmuseum Meeder.
Ihr Ziel: sich weiterhin für die Völkerverständigung einzusetzen.
Bei den Filmaufnahmen für das Zeitzeugeninterview im Friedensmuseum Meeder:
Jean-Loop Gassend, Peter Strobel, Interviewer Henning Schuster und Kameramann/Techniker Klaus Fugmann.       
Foto: Jakob Strobel
Jean-Loup Gassend und Peter Strobel beim Sichten historischer Dokumente der Familie Strobel.       
560 Seiten 2014 ~98,80 €

Besuch von Jean-Loup Gassend in Coburg und Meeder18. bis 21.11.2022

Nach der Abholung von Jean-Loup Gassend und seiner Freundin Helena (die überraschend mitgekommen war) vom Flughafen Nürnberg entwickelte sich schnell ein herzliches Verhältnis zwischen allen Beteiligten (am Freitagabend und Samstag vor allem Peter Strobel, seine Frau Elfi Strobel, deren Kinde mit Familien sowie Henning Schuster vom Friedensmuseum Meeder). Dem folgte am Samstagabend nebst einem gemeinsamen Abendessen im Gasthof „Zum Schwarzen Bären“ in Coburg-Beiersdorf ein intensives Vorgespräch zum bevorstehenden Interview im Friedensmuseum Meeder.

Am Sonntag schließlich standen Jean-Loup Gassend und Peter Strobel vor laufender Kamera unter der Leitung von Klaus Fugmann (realsound media) dem Interviewer Henning Schuster Rede und Antwort zu Hintergrund und Geschichte ihrer Bekanntschaft. Intensiv zur Sprache kam auch die ehrenamtliche Arbeit Jean-Loup Gassends bei der Umbettung getöteter Soldaten in „richtige“ Gräber.

Robert Fischer, oberfränkischer Bezirksgeschäftsführer des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, dankte allen Beteiligten persönlich für ihr Engagement bei der geschichtlichen Aufarbeitung. Er bezeichnete Begegnungen wie diese als elementar für das Weitertragen historischer Ereignisse und deren Erinnerung.

Am Montagmorgen brachte die Familie Strobel den Gast aus Lausanne wieder zum Nürnberger Albrecht-Dürer-Flughafen, wo sie ihren rund viereinhalbstündigen Rückflug nach Genf antraten. Auch der Herflog über Paris hatte sie rund viereinhalb Flugstunden gekostet.

Bei den Filmaufnahmen mitgeholfen haben auch Marc Strobel (Sohn) und Jakob Strobel (Enkel von Elfi und Peter Strobel).

Der fertig geschnittene und vertonte Film wird demnächst auf YouTube und ab Frühjahr im Rahmen des Zeitzeugenprojekts im Friedensmuseum anzurufen sein. Dabei wird auch auf die Förderung durch das Programm „Demokratie leben!“ Hingewiesen. Die beiden Coburger Tageszeitungen Coburger Tageblatt und Neue Presse haben bereits berichtet. Weiter Magazinbeiträge sollen folgen.

Das Grab von Enno Strobel (hier fälschlich noch als Eno Strubel) auf dem Soldatenfriedhof in Dagneuy bei Lyon.

Coburg/Meeder – Wenn Jean-Loup Gassend von seiner Freizeitbeschäftigung Nummer eins spricht, dann blickt er sein Gegenüber mit ernster Miene, aber offenen, freundlichen Augen an. „Meine Passion, meine Leidenschaft ist die Mithilfe bei der Umbettung getöteter Soldaten aus verschiedensten Nationen in eine würdige Ruhestätte“, sagt der 40-jährige Franzose. Gassend: „Um ihnen und vielleicht auch ihren Familien einen Ort zur Trauer und zum Abschließen zu geben“  – viele Schicksale junger Menschen, die als Soldaten sterben mussten, seien bis heute ungeklärt.

Jean-Loup Gassend und Peter Strobel

Mehreren deutschen Familien, unter anderem in der Oberpfalz und in Sachsen, konnte Jean-Loup Gassend schon helfen. Und einer Familie ganz besonders: der Familie Strobel aus dem Coburger Stadtteil Scheuerfeld. Der heute 74-jährige Peter Strobel fand so wenigstens die Ruhestätte eines seiner drei Brüder, Enno. Nach der Umbettung der Gebeine aus den südfranzösischen Alpen am Mont Scandejous in eine Kriegsgräberstätte in Dagneux bei Lyon hatte die Familie keinen Hinweis auf den Verbleib drei ihrer Söhne, die als Soldaten den Zweiten Weltkrieg nicht überlebten.

Peter Strobel konnte seine Brüder nie persönlich kennenlernen. Er kam erst nach dem Zweiten Weltkrieg in Scheuerfeld zur Welt – fast ein Wunder und ein wahrer Trost für die Familie. Entsprechend wohl behütet wuchs er auch auf („Ich durfte nie Fußball spielen, meine Eltern hatten zu viel Angst“).

Von seinen beiden Brüdern Werner und Willi hatte die Familie nur gehört, dass einer in Russland umgekommen und der andere in Polen vermisst war.

Entsprechend überrascht und natürlich hocherfreut waren Peter Strobel und seine Frau Elfi, als sie vor einigen Jahren erfuhren, dass ein junger französischer Medizinstudent aus dem Raum Nizza nach der Familie eines am 12. September 1944 gestorbenen „Eno Strubel“ aus Scheuerfeld im damaligen Landkreis Coburg suchte – die Schreibfehler im Namen schlichen sich wohl bei der Erfassung der getöteten jungen Männer am Ende des Krieges ein.

Der Kontakt war über den Bürgerverein Coburg-Scheuerfeld zustande gekommen. Peters Frau Elfi Strobel, die sich selbst in der Vorstandschaft stark engagierte, sagt heute: „Wir konnten das kaum glauben. Unsere Tochter Nina hatte sogar Bedenken wegen der Herausgabe persönlicher Daten, wie sie Jean-Loop wünschte.“ Es stellte sich heraus, dass die Anfrage aber echt, ernst gemeint und der französische Student tatsächlich auf der Suche war.

Dr. Jean-Loup Gassend, wie er mit vollem Titel heißt, arbeitet mittlerweile als Forensiker in Lausanne in der Schweiz. Seine Passion lässt ihn in seiner Freizeit aber bis heute nicht los. Er half auch schon bei der Umbettung toter Soldaten in Russland oder Ägypten. Geboren in Kanada, wuchs der 40-Jährige in einem kleinen Ort bei Nizza auf. Dort gab es ein Massengrab mit ehemaligen Soldaten. Dies interessierte ihn sehr und er begann zu recherchieren: „Ich war von Anfang an fasziniert“

So begann er mit Nachforschungen. Aus denen wurde bei ihm schließlich eine Leidenschaft, auch aus Verantwortung gegenüber der Geschichte. Nach den Kontakten mit den Angehörigen getöteter Soldaten in verschiedenen europäischen Ländern ist es heute noch sein Bestreben, mit der Veröffentlichung seiner Ergebnisse vielleicht Interesse bei noch lebenden Angehörigen anderer Soldaten zu wecken.

Aus diesem Grund kam Jean-Loup Gassend zusammen mit seiner Freundin Helena zu einem Besuch nach Coburg. Zum einen, um die gesamte Familie Strobel mit Kindern und Enkeln persönlich kennenzulernen. Zum anderen, um dem Friedensmuseum Meeder einen Besuch abzustatten. Dort erzählten Peter Strobel und der 40-jährige Forensiker in einem Interview vor der Kamera von Grund und Geschichte ihrer Bekanntschaft.

Peter Strobel: „Die Begegnung mit Jean-Loup hat mir und meiner Familie einen gewissen inneren Frieden gebracht. Wir wissen jetzt mehr über meinen Bruder und haben einen neuen Freund gewonnen.“ Jean-Loup Gassend nickt zustimmend. Und bekräftigt am Ende den Wunsch Peter Strobels nebst allen anderen Beteiligten: „Schaut euch die Vergangenheit an, denkt darüber nach und gestaltet danach euere Zukunft“

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge

Robert Fischer, Bezirksgeschäftsführer Oberfranken des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, ist begeistert von Initiativen wie der des 40-jährigen Jean-Loup Gassend und seiner Suche nach Angehörigen getöteter und vermisster Soldaten: „Dies ist nur ein kleines Beispiel im großen Anliegen um Frieden, Völkerverständigung und Bildung. Aber es ist ungemein wichtig und der wertvolle Schatz dieses Ziels. Denn so können vielleicht weitere junge Menschen Interesse an Geschichte und einem eigenen Engagement finden!“, sagt er beim Besuch des  Arztes aus Nizza (Frankreich), jetzt Lausanne (Schweiz).

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. ist eine humanitäre Organisation. Er widmet sich im Auftrag der Bundesregierung der Aufgabe, die Gräber der deutschen Kriegstoten im Ausland zu erfassen, zu erhalten und zu pflegen. Der Verein betreut Angehörige in Fragen der Kriegsgräberfürsorge, er berät öffentliche und private Stellen, er unterstützt die internationale Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Kriegsgräberfürsorge und fördert die Bildung und Begegnung junger Menschen an den Ruhestätten der Toten.

Förderung:

Der Besuch Jean-Loup Gassends in Coburg und das Interview in Meeder wurde ermöglicht und organisiert vom Verein Friedensmuseum Meeder. Dies wird demnächst im Internet/YouTube abrufbar sein und ab Frühjahr 2023 im Rahmen der Zeitzeugeninterviews in Meeder gezeigt. Gefördert wurde das Projekt von der Organisation „Partnerschaften für Demokratie“ im Landkreis Coburg mit dem Programm „Demokratie leben“ und dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge.

Jean-Loup Gassend

Der jetzt 40-jährige Jean-Loup Gassend wurde in Kanada geboren und wuchs zweisprachig in einem kleinen Ort bei Nizza auf. Bereits als Jugendlicher interessierte er sich für die Geschichte eines Massengrabes getöteter Soldaten aus dem Zweiten Weltkrieg in der Nähe seines Wohnorts im Département Alpes-Maritimes in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur. Dieses Interesse ließ ihn auch während seines Medizinstudiums in Kroatien nicht los und führte zu seiner heutigen „Passion“. Dafür hat er mehr als 1000 Briefe versendet. Gassend spricht neben Französisch und Englisch auch Kroatisch, Italienisch und Deutsch. Kontakt über E-Mail: schyzowolf@yahoo.fr

Peter Strobel

Peter Strobel aus dem Coburger Stadtteil Scheuerfeld wurde 1948 dort als viertes Kind seiner Eltern Fritz und Marta Strobel, geb. Knoch geboren. Seine drei erwachsenen Brüder Willi, Jahrgang 1923, Werner (1924) und Enno (1925) verloren im Zweiten Weltkrieg in Polen, Russland und Frankreich ihr Leben. Das Gräberfeld in Russland wurde inzwischen überbaut und Willis Ruhestätte in Polen ist unbekannt. Dank des Engagements von Jean-Loup Gassend haben Peter Strobel und seine Familie nach der Umbettung des Leichnams von Enno Strobel in ein Soldatengrab in Dagneux bei Lyon jetzt zumindest eine Stätte der Trauer und des Andenkens gefunden.

Coburger Tageblatt vom 03.12.2022

Samstag, den 22.10.2022 um 19:30 Uhr

Das Eich liest Asterix & Obelix auf oberfränkisch

und plaudert entspannt aus dem Nähkästchen

Da passiert viel mehr als bei einer reinen Lesung!

Agentur Streckenbach & Friedensmuseum Meeder

Karten im Friedensmuseum: 0172 8255019

nur bei Abholung gegen Barzahlung:

Eintritt 15 € Erwachsene / 10 € Kinder


Sonntag, den 16.10.2022 um 15:00 Uhr – Lesung

„Neue Forschungen über Anna B. Eckstein“

Karl-Eberhard Sperl

Karl-Eberhard Sperl hat in den vergangenen Jahren viel Neues über sein Forschungsziel Nr. 1,

die Coburger Friedensaktivistin Anna B. Eckstein, herausbekommen – Interessantes wie Erschreckendes.

Die Ergebnisse seiner Arbeit stellte der Gründer des Friedensmuseums Meeder an Ecksteins 75. Todestag

am Sonntag, 16. Oktober – exakt:

der Kirchweihsonntag – um 15 Uhr im Friedensmuseum vor. Natürlich besteht die Möglichkeit von Nachfragen an Eberhard!

Eintritt frei! Spenden erwünscht


Sonntag, den 09.10.2022 um 15:00 Uhr – Lesung „Septembersonntag“

Andreas Pietsch; Mitglied der Coburger Gruppe Schreibsand

Der Stoff geht zurück auf eine wahre Begebenheit in Pietschs Heimat, Castrop-Rauxel, im Jahr 1918.

Die große Not zwang Familien, ihre Kinder zu Verschicken, in der Hoffnung, dass sie zu Essen bekämen und in Sicherheit wären an anderen Orten.

Mit ihrer jungen Lehrerin kommen die Kinder weit weg, nach Posen…

Eintritt frei! Spenden erwünscht


Samstag, den 23. Juli 2022 von 15:00 bis 19:00 Uhr

Friedensteppich-Präsentation & Mitbring-Picknick

Samstag, den 9. Juli 2022 gegen 21:00 Uhr – Swing & MusiKino

Freitag, den 8. Juli 2022 um 21:00 Uhr – LiveMusik & Film

Sonntag, den 19.06.2022 um 17:00 Uhr – Lesung

Dieter Ungelenk, Coburg

Sonntag, den 12.06.2022 um 15:00 Uhr – Lesung

Eintritt frei! Spenden erwünscht

Sonntag, den 15.05.2022 um 15:00 Uhr – Lesung „Bombennächte in Würzburg“

Renate Wunderer, Coburg
Mitbegründerin der Autorengemeinschaft Schreibsand

Dienstag, den 26.04.2022 um 18:00 Uhr – Lesung

Nicole Eick mit Kurzgeschichten zum Thema „Mut“! – Musikalische Begleitung Harald Demetz (Gitarre)

Am Sonntag, dem 10. April, um 15 Uhr liest Thomas Straus, Schauspieler am Landestheater Coburg

von der dänischen Autorin Anne Teller.

„Stell dir vor, es ist Krieg – wohin würdest Du gehen?“ Erzählt wird die Geschichte eines 14-jährigen Jungen aus Deutschland, der mit seiner Familie auf der Flucht vor dem Krieg in Europa ist. Musikalische Begleitung Christian Rosenau


Buchvorstellung zum 150. Geburtstag

Pfarrer i.R. Karl-Eberhard Sperl veröffentlichte das Lebenswerk von Anna B. Eckstein

Meeder – Nach jahrzehntelangen Recherchen veröffentlichte das Friedensmuseum Meeder das von Pfarrer Karl-Eberhard Sperl zusammengetragene Material über die Coburger Friedensaktivistin Anna B. Eckstein in einem Buch mit dem Titel „Miss Eckstein und ihr Peace on Earth“.
Am 14. Juni jährte sich der 150. Geburtstag von Anna B. Eckstein. Das Buch wurde rechtzeitig fertiggestellt. Autor und Herausgeber fieberten der Auslieferung entgegen. Die erste Buchvorstellung fand in der Morizkirche in Coburg statt. Am Tag darauf war die zweite Lesung mit Pfarrer Sperl in der Lernwerkstatt Frieden im Friedensmuseum in Meeder.

In 18 Kapitel gliederte Autor Sperl seine Aufzeichnungen. Auf über 200 Seiten berichtet er über das Leben von Anna B. Eckstein, die sich unermüdlich für den Frieden einsetzte und im Jahr 1913 sogar für den Friedensnobelpreis nominiert war. Die fast zweistündige Lesung war informativ und kurzweilig. Ein Lebenswerk erfüllte sich damit für Pfarrer Karl-Eberhard Sperl.

Besonders erfreulich war, dass der stellvertretende Vorsitzende des Friedensmuseums Meeder Hennig Schuster, neben den zahlreichen Zuhörern ganz besonders den früheren Coburger Buchhändler Sigi Hirsch erkennen konnte, der 1982 das Buch mit dem Titel „Appello Mondiale per la Pace“ entdeckt und nach Meeder gegeben hatte. In diesem Buch waren 9139 Unterschriften von Italienern aus dem Jahr 191 gebündelt, die Anna B. Eckstein für ihre Weltpetition gegen den Krieg sammelte.: Darüber hinaus war auch Gerard Lossbroek aus den Niederlanden als Vertreter des Internationalen Netzwerks der Friedensmuseen angereist, der die Nachricht über die Nominierung für den Friedensnobelpreis für Anna B. Eckstein im Jahr 1913 bestätigte.

Studenten des Studiengangs „Zukunftsdesign“ der Hochschule Coburg beschäftigten sich mit dem 150. Geburtstag von Anna B. Eckstein und veranstalteten auf dem Albertsplatz eine Gedenkfeier. Die in Coburg aufgestellten Stelen mit Texten vom Leben der Aktivistin standen vor der Grundschule Meeder, die den Namen Anna-B.-Eckstein-Schule trägt. Diese Ausstellung wird am 8. September 2018 in Coburg zur „Nacht der Kontraste“ zu sehen sein und von November 2018 bis Juni 2019 in Gößweinstein im Wallfahrtsmuseum bei einer Sonderausstellung „Noble Frauen für den Frieden mit Anna B. Eckstein“, die Dr. Regina Urban vorbereitet hat, welche ebenfalls in Meeder anwesend war.
Die Ausrichtung des diesjährigen Friedensfestes, das von den Choradstanten in Meeder aufrechterhalten wird, übernehmen die Studierenden der Hochschule Coburg. Es findet am 19. August ebenfalls auf dem Gelände der Anna B. Eckstein-Schule statt.

Das Buch von Karl-Eberhard Sperl „Miss Eckstein und ihr Peace on Earth“ kostet 15 Euro und kann beim Friedensmuseum in Meeder erworben werden.


19. August 2018

Friedensfest

Eine Premiere gibt es beim diesjährigen, dann schon 367. Coburger Friedensdankfest am Sonntag, 19. August, in Meeder. Studierende des Fachbereichs “Zukunftsdesign” der Hochschule Coburg / Coburger DesignForum Oberfranken (CDO) werden die Organisation des fest in Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde Meeder übernehmen. Bereits um 4 Uhr morgens werden die vier Glocken der Laurentiuskirche das Friedensfest einläuten, um 6 Uhr folgt der Weckruf des Posaunchors vor der Kirche und um 9.30 Uhr der Festgottesdienst. Der Festmittag und -nachmittag steht wieder ganz im Zeichen des Andenkens an die Coburger Friedensaktivistin Anna B. Eckstein, die im Juni 150 Jahre alt geworden wäre. Zwei Designerzelte vor dem Friedensmuseum in der Anna B. Eckstein-Schule werden die Gäste beschirmen, die von den Studierenden gestalteten 15 Gedenktafeln informieren über das weltweite Wirken der Pazifistin, kleine “Annas” sind hoffentlich auch dabei und außerdem gibt es die Biografie “Miss Eckstein und ihr Peace on Earth” von Pfarrer i.R. Karl Eberhard Sperl für gerade einmal 15 Euro zu kaufen (übrigens auch in Coburger Buchhandlungen, bei Schachtebeck in Bad Rodach oder im Friedensmuseum selbst). Bratwürste und Salate gibt’s gegen den Hunger, die Frauen Union Meeder bereitet Kaffee und Kuchen, am Ausschank steht ein bewährtes Friedens-Team und auch die musikalische Unterhaltung kommt nicht zu kurz: Harry MacSapper und zudem das Duo “Sait by Side” sorgen für angenehmes Friedens-Flair.


8. September 2018

Coburger Museumsnacht

In der Zentrale der Wohnbau Coburg präsentiert sich auch das Friedensmuseum den Besuchern. Es werden das Wirken Anna B. Ecksteins und das Zeitzeugenprojekt der Lernwerkstatt Frieden vorgestellt.

Museumsnacht Coburg 2018


27. August 2021

„Die Gallier-Olympiade“

Um Kindern das französische Kulturgut „Asterix und Obelix“ in Erinnerung zu rufen oder bekannt zu machen, veranstaltete die Jugendpflege Meeder am 27. August 2021 im Rahmen des Sommerferienprogrammes und in Kooperation mit dem Friedensverein Meeder e.V. einen Themen-Tag. 16 Kinder von 6 bis 12 Jahren nahmen teil, die Warteliste war deutlich länger.

In Originalkostümen als Asterix und Obelix verkleidet begrüßten die Meederer Jugendpflegerin und ihre Semesterpraktikantin die Kinder bei der Ankunft. Die beiden Gallier verkündeten, dass Miraculix auf einer Reise sei und die Kinder ihnen dringend helfen müssten, die Zutaten für dessen Zaubertrank zu sammeln. Auf die Frage, ob die Kinder für das Abenteuer bereit seien, erhielten sie großen Jubel zur Antwort. Coronabedingt wurden die Kinder in zwei Gruppen aufgeteilt: Team Asterix und Team Obelix.

Zunächst wollte sich Obelix davon überzeugen, wie stark die Kinder seien und veranstaltete mit Ihnen einen Hinkelstein- Weitwurf auf der Wiese hinter der Grundschule. Um jedoch keine Konkurrenzgedanken zwischen den Teams aufkommen zu lassen, war ihre Aufgabe, jeweils die Wurfweite von Obelix mit dem eigenen Team (jeder hatte einen Wurf) zu überbieten und anschließend das eigene Ergebnis nochmals zu toppen. Die Kinder entwickelten in ihren Teams dafür selbstständig Strategien und feuerten sich gegenseitig an.

Anschließend stellte Obelix den Kindern seinen kleinen Freund Idefix vor und erklärte, die nächste Herausforderung sei, dessen verschwundenen Knochen zu finden. Das war schnell erledigt. Während der anschließenden Frühstückspause vernahmen Asterix und Obelix aus der Ferne das Säbelrasseln der Römer. Sie baten die Kinder, ihnen beim Kampf gegen die Römer zur Seite zu stehen, auch wenn gerade noch keine Zaubertränke bereit waren. Das Anschleichen an die Römer musste also dringend geübt werden: Daher waren die Kinder nun aufgefordert, ihren „blinde“ Partner/ihre „blinde“ Partnerin lautlos und schmerzfrei über einen Barfußpfad zu führen. Hier war Vertrauen und Kommunikation gefordert!

Gestärkt und trainiert ging es den Römern in Form eines Kegelspieles an den Kragen. Der Konkurrenzkampf wurde vermieden, indem am Ende lediglich die Gesamtpunktzahl der gemeinsam „geschlagenen“ Römer verkündet wurde. Doch nun wurde es höchste Zeit, sich um die Zutaten für den Zaubertrank zu kümmern.

In der Alten Grundschule versteckten sich Wildschweine (kleine Bilder), welche den Kindern die Zutaten verraten sollten. Die Wildschweinjagd führte durch das ganze Gebäude, nach und nach brachten die Kinder 8 Wildschweine, an denen die Zutaten hingen: Säfte, Sirup, Rohrzucker, Minze etc. stellten unsere Zutaten dar.

Damit ging es nun zum Brauen: Coronabedingt sollte jedes Kind seinen eigenen Zaubertrank im eigenen Glas brauen, doch Asterix und Obelix kannten sich mit dem Vorgang gar nicht so gut aus! Plötzlich erschien in der Tür Miraculix (Ehrenamtliche Jugendliche im dritten Originalkostüm) und erklärte den Kindern die Reihenfolge. Asterix und Obelix assistierten beim Ausschenken der Getränke.

Nachdem alle Kinder ihren Trank verputzt hatten, durften sich die Kinder für ihre nächsten Abenteuer noch einen Asterix-Helm aus Pappkarton basteln, woran sie viel Freude hatten. Als Abschieds-Überraschung erhielten die Kinder von Henning Schuster noch einen weiteren Zaubertrank zum mit nach Hause nehmen in hübschen, magisch aussehenden Fläschchen.

Zum Dank für ihre Hilfe erhielt die ehrenamtliche Jugendliche einen Wunschgutschein.

Die Kostüme kamen auch bei dem Vortrag von Gudrun Penndorf nochmals zum Einsatz.


10. Juli bis 14. November 2021

„… viel traktiert und endlich erschossen.“

Sonderausstellung in der Lernwerkstatt Frieden Meeder zum 370. Coburger Friedensdankfest 2021 mit Leihgaben und Reproduktionen der Kunstsammlung der Veste Coburg und der Landesbibliothek Coburg und freundlicher Unterstützung der Niederfüllbacher Stiftung 1907.


Wir starten neu!